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"Die Ohren spitzen"

Die Frequenzen rund um 1'420 MHz sind aufgrund ihrer Nähe zum "Wasserloch" besonders interessant. Weil dieser Spektrumsbereich für die Radio-Astronomie von solcher Bedeutung ist, ist es niemandem gestattet Nachrichten auf 1420 MHz bis 1427 MHz zu übermitteln - dies wurde durch ein internationales Abkommen vereinbart. Wegen dieses Verbots, ist dies ein besonders leiser Spektrumsbereich. Sehen wir näher an, was das eigentlich bedeutet.
 

Wonach genau suchen wir? Wie zuvor erwähnt, wäre es für eine ausserirdische Rasse (die von uns entdeckt werden möchte) am effizientesten, wenn sie ihre gesamte Radio-Energie darauf verwenden würde, ein Signal auf einem sehr schmalen Frequenzspektrum zu übermitteln. Wenn man über einen schwachen Radioempfänger verfügt, der nur breite Frequenzbereiche erkennt, werden die Signale, die auf einer schmalen Bandbreite übertragen werden, von den vielen unerwünschten Signalen (Hintergrund-Geräuschen) übertönt - selbst wenn das Signal sehr stark ist.

Stellt euch eine Person vor, die in einer riesigen, lärmenden Menschenmenge laut pfeifft. Das Pfeiffen hat eine ganz spezifische Frequenz oder Tonlage. Wenn ihr aber nur eure Ohren benutzen würdet, die darauf eingestellt sind, eine breite Palette von Tönen wahrzunehmen, so würde der Lärm der Menge das Pfeiffen übertönen.
Was wäre aber, wenn eure Ohren darauf eingestellt wären, nur pfeiffende Geräusche zu hören? Ihr würdet kaum etwas von der lärmenden Menschenmasse mitkriegen, weil eure Ohren nicht auf diese Tonfrequenz abgestimmt sind. Aber das Pfeiffen würdet ihr dann laut und deutlich hören. Auf die gleiche Weise "hört" sich SETI@home auf ganz spezifischen Kanälen (oder Frequenzen) nach interessanten Signalen um, die klar von Nebengeräuschen zu unterscheiden sind. Mit eurer Hilfe, kann SETI@home eine der wohl präzisesten der jemals durchgeführten Suchen starten. Euer Computer "hört" das Universum nach Signalen ab, die nicht breiter sind als 0.07 Hz.
 

"Die SETI Radioteleskop Suche"
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