Fragen zur Verwendung der SETI@home Software
Wissenschaftliche Fragen zu SETI@home
Fragen zu SETI im Allgemeinen
Allgemeine Fragen zu SETI@home und zum Einsatz der Software
Für Windows Systeme (95/98/NT) einen Computer mit mindestens 32 MB RAM, mit der Fähigkeit 8-bit Grafiken in einer Auflösung von 800x600 darstellen zu können, 10 MB freien Festplattenbereich, und eine Internet Verbindung (Wählverbindung ist OK). Für Macintosh Systeme siehe oben, oder einen PowerPC Prozessor und Mac OS 7.5.5 oder höher. SETI@home kann auf einem Laptop eingesetzt werden, der nur sporadisch verbunden wird. Wir unterstützen auch viele Versionen von UNIX, einschließlich Linux auf verschiedenen CPUs. Möglicherweise werden wir in der Zukunft andere Systeme wie OS/2 and BeOS. WebTV wird von uns nicht unterstützt. Es gibt keine besonderen Anforderungen an CPU oder Modem Geschwindigkeit. Es ist völlig egal wo auf der Welt sie leben.
Nein. Alles was sie tun müssen ist die Client-Software herunterladen und installieren.
Mit einem 28.8 Kbps Modem ungefähr 5 Minuten.
SETI@home stellt nur zum Datentransfer eine Verbindung her. Dies geschieht alle paar Tage und dauert circa 5 Minuten. Die Abarbeitung passiert off-line.
SETI@home benötigt viel Speicherplatz wenn die Auswertung läuft, das würde bei einigen Computern bedeuten, daß andere Anwendungen ständig ausgelagert werden müssen. Wir möchten keinerlei Einschränkung in ihrer normalen Computerarbeit verursachen. Deshalb ist bei PC und Mac der Standardmodus der des Bildschirmschoners.
Sollten sie lieber ihren eigenen Bildschirmschoner einsetzen wollen oder es vorziehen SETI@home nicht als Bildschirmschoner laufen zu lassen, kann das Programm auch im Hintergrund laufen, seine Berechnungen laufend und ohne graphische Darstellung ausführen. Auf diese Weise arbeitet auch die UNIX-Version.
Zur Zeit ist Java nicht schnell genug und es gibt einige systemabhängige Details die wir über C abwickeln müssen.
Der Client/Bildschirmschoner ist regulär nur über diese Seite abzurufen - wir unterstützen keine SETI@home Software, die aus einer anderen Quelle stammt. Diese Software wird Daten nur von und zu unserem Server hier in Berkeley übermitteln. Der Server transferiert keinerlei ausführbaren Code auf ihren Computer. Alles in allem ist der Bildschirmschoner wesentlich sicherer als der Browser den sie gerade einsetzen!
Nicht die Startversion. Vielleicht eine spätere.
Wir entschlossen uns aus sicherheitspolitischen und wissenschaftlichen Erwägungen den Quellcode nicht zu veröffentlichen. Wir müssen sicherstellen, daß jeder Beteiligte die exakt gleiche Analyse durchführt oder wir haben keinerlei Kontrolle mehr über unsere Forschungsarbeit und können den Resultaten nicht mehr trauen. Zudem hatten wir die Sorge, daß es einige wenige Leute geben könnte, die absichtlich unsere Datenbank und unseren Server zerstören könnten.
Die User müssen nichts tun, was sie nicht tun wollen. Die Resultate können automatisch gesendet werden, wenn die User das nächste Mal das Internet benutzen (Überprüfen der eingegangenen eMail, Surfen etc.) oder es kann die Frage um Herstellung einer Verbindung zum Internet eingestellt werden.
SETI@home benutzt das HTTP Protokoll, und arbeit mit jeder halbtransparenten Firewall, die ausgehenden Web-Traffic zulässt. Die letzten Versionen von SETI@home sollten auch mit restriktiveren Firewalls und Proxies zusammenarbeiten.
Wenn Sie Probleme bei der Verbindung über einen Proxy haben, können sie es auch mit SocksCap bei NEC unter http://www.socks.nec.com/sockscap.html und Hummingbird Socks unter http://www.hummingbird.com/products/nc/socks/index.html versuchen. Beide lassen es zu die Software zu benutzen, als ob man "direkt mit dem Internet verbunden" wäre.
Die Windows-Version der Software ist in einer Datei mit einer .exe-Erweiterung zusammengefasst, Mac-Software mit .sit oder .hqx, und UNIX mit .tar - könnte sein, daß sie Software heruntergeladen haben, die für ein anderes System als das von ihnen verwendete gedacht ist.
Ja, das können sie - und so lange sie auf allen Rechnern dasselbe Login verwenden werden sich auch für alle erzielten Ergebnisse erwähnt.
Bitte beachten Sie, daß sie (derzeit) nur einen SETI@home Prozeß auf jeweils einem Windows oder Mac Rechner starten können bzw. wenn mehrere SETI@home Prozeße unter UNIX gestartet werden, müssen diese aus unterschiedlichen Unterverzeichnissen gestartet werden.
Wir führen Buch über jedes work unit das herausgeht - wenn es zu lange dauert, bis ein Resultat zurückkommt, schickt es der Server automatisch an jemand anders. Nur wenn wir Resultate zurückbekommen, werden die betreffenden work units von der Platte genommen.
Nein. Theoretisch wäre es möglich, Daten und Resultate per Diskette zu transferieren, aber ein solches Vorgehen wird von uns nicht unterstützt.
Fragen zur Verwendung der SETI@home Software
Die alten Beta-Versionen (vor Version 1.0) hatten einen sehr unterschiedlichen Code. Bei den neueren Clients wurde das Verfahren überarbeitet, das nun die Daten detaillierter betrachtet als bei den vorhergehenden Versionen. Diese Verbesserung konnte nur durch eine Erhöhung der verwendeten CPU-Zeit erreicht werden.
Gleichzeitig wurde der Grafik-Code für beide Plattformen optimiert, um die neueren Versionen schneller zu machen.
Übrigens können verschiedene Betriebssysteme und CPU-Typen zu unterschiedlichen Verarbeitungsgeschwindigkeiten führen. Einige können work units innerhalb von Stunden verarbeiten, während andere Tage dazu benötigen.
Das beruht auf den weit voneinander abweichenden Geschwindigkeiten verschiedener Prozessoren. Zudem haben die UNIX Versionen (noch) keine graphische Darstellung und benötigen deshalb auch wesentlich weniger Zeit. Sie können die Geschwindigkeit ihrer Mac und Windowsrechner erhöhen, wenn sie in den Einstellungen ihres Bildschirmschoners das "Blank" auf einige wenige Minuten umstellen und damit die graphische Darstellung reduzieren. Zusätzlich befand sich ein Bug in der früheren Windows Version (vor 1.05) der falsche CPU-Zeiten anzeigte.
Die Clients suchen auch jetzt noch danach, nun wird aber eine entsprechende Information nur noch angezeigt, wenn der Client einen entsprechenden Wert gefunden hat, der stark genug ist, um an uns übermittelt zu werden.
Der SETI@home Client könnte von einem anderen Bildschirmschoner oder einem ähnlichen Programm unterbrochen worden sein. Da SETI@home als so wenig störend wie möglich konzipiert wurde und ihren Computer nur nutzt, wenn er nicht für andere Zwecke gebraucht wird, beendet der Client seine Tätigkeit, sobald er feststellt, daß ein anderes Programm starten möchte. Wenn es sich bei diesem Programm um einen anderen Bildschirmschoner handelt, der ebenfalls darauf wartet, bis ihr Computer nicht benutzt wird, versuchen beide Programme zu starten wodurch SETI@home beendet wird. Ein typisches Beispiel hierfür ist der McAfee VirusScan. Sollten Sie VirusScan installiert haben, überprüfen Sie ob die ScreenScan Funktion der Applikation ausgeschaltet wurde, da diese sonst SETI@home beeinflußt.
Sie könne dazu folgendes webbasierende Formular benutzen: Account Change.
Unser Bildschirmschoner arbeitet wie jeder andere Bildschirmschoner, das schließt auch die Fähigkeit ein, das Betriebssystem mit einem Passwortschutz auszustatten. Dies geschieht auf dem normalen Weg über die Einstellungen des Schoners.
Dabei handelt es sich um einen bekannten Fehler in der Version 1.0. Auch hier der Verweis auf: SocksCap bei NEC unter http://www.socks.nec.com/sockscap.html und Hummingbird Socks unter http://www.hummingbird.com/products/nc/socks/index.html Beide lassen es zu die Software zu benutzen, als ob man "direkt mit dem Internet verbunden" wäre.
Aufgrund des überwältigenden Interesses am SETI@home Projekt, kann der Server vorübergehend unerreichbar sein, da zu viele Clients versuchen eine Verbindung herzustellen. Gelegentlich kann der Server auch zu Wartungszwecken heruntergefahren sein. Sollten Sie keine Verbindung herstellen können, bitte warten Sie eine Stunde und versuchen es dann noch einmal.
Wenn wir das Resultat einer abgeschlossenen work unit auf unserem Server erhalten, wird diese zur weiteren Verarbeitung auf einen separaten Computer weitergeleitet. Es kann zu einer Verzögerung von bis zu einigen Tagen kommen, während der die Resultate angepaßt und überprüft werden. Die Werte werden erst nach dieser Überprüfung der work unit Daten aktualisiert. Nachdem der Server ein Update ihrer Statistik vorgenommen hat, erhält ihr Computer die entsprechenden Werde übermittelt. Das heißt also, daß die angezeigten Statistiken üblicherweise etwas hinterher hinken.
Nein. Es gibt die Möglichkeit eines Parallellaufs in unterschiedlichen Bereichen. Voraussetzung hierzu ist es, jeden Prozeß aus einem anderen Unterverzeichnis zu starten.
Keine mit graphischer Darstellung. Vielleicht können wir bald eine command-line (DOS) Version zur Verfügung stellen.
Ja. Stellen Sie dazu in den Preferences, "Data Analysis Always Runs" ein. Wählen Sie einen anderen Screensaver. SETI@home arbeitet dann auch, während der Bildschirmschoner läuft.
Wissenschaftliche Fragen zu SETI@home
Die SETI-Forscher der ganzen Welt haben sich auf eine bestimmte Vorgehensweise geeinigt. Zunächst wird ein anderer SETI-Forscher unabhängig das Signal überprüfen. Wenn es sich um ein echtes Signal handelt und nicht durch von Menschen verursachte Einflüsse erklärt werden kann (Satelliten, Reflektionen etc.) werden die Presseagenturen und Regierungen systematisch verständigt werden.
Ja. Unsere Software hält fest wo jedes Teilstück abgearbeitet wurde. Wenn ihr Computer an der Entdeckung beteiligt war, werden sie, sofern sie das möchten, als Ko-Entdecker gelistet.
In zwei Jahren wird das Arecibo Radio Teleskop drei mal den sichtbaren Teil des Himmels gescannt und die erhaltenen Daten analysiert haben. Dies ist für unsere Zwecke ausreichend. Danach wird es neue Teleskope, neue Experimente und neue Zielsetzungen für SETI geben.
Unser Primärziel ist es ein solches Signal zu finden. Wenn es Informationen enthalten sollte, werden Experten in Linguistik und Mathematik hinzugezogen, um es zu dechiffrieren.
Die Daten werden auf hochdichten Bändern beim Arecibo Teleskop in Puerto Rico gespeichert, ungefähr ein 35 Gbyte Band pro Tag, dann nach Berkeley übersandt, in 0,25 Mbyte Einheiten aufgeteilt und über das Internet an Teilnehmer auf der ganzen Welt zur Analyse übermittelt. Arecibo verfügt nicht über eine hohe Internet-Bandbreite, deshalb müssen die Daten auf herkömmliche Weise nach Berkeley verschickt werden.
Nein, alle Computer erhalten gleich große Einheiten. Schnellere Computer werden in der Lage sein, diese Einheiten schneller abzuarbeiten und erhalten dann unmittelbar neue Einheiten, um eine entsprechende Auslastung zu gewährleisten.
Wir suchen Signale im niederfrequenten Bandbereich. Das funktioniert so ähnlich, wie an einem Radio verschiedene Kanäle auszuwählen und dabei auf ein Feldstärken-Meßgerät zu sehen. Sollte das Meßgerät ausschlagen, werden wir aufmerksam. Um es etwas technischer auszudrücken, geht es um die Abarbeitung vieler digitaler Signale, überwiegend Fourier Transformationen bei unterschiedlicher Dauer und Chirp-Raten.
Zudem suchen wir nach pulsierenden und wandernden Signalen, sowie nach Signalen die mit dem Muster des Antennenstrahls übereinstimmen, während es über den Himmel wandert. Die Analyse Software sucht nach Signalen, die 10 mal schwächer sind als alle Signale, die bisher erforscht wurden, dabei benutzt es einen rechenintensiven Algorhitmus der als "kohärente Integration" bezeichnet wird und für den bisher noch niemand (einschließlich unseres Serendip Programms) genügend Rechenleistung zur Verfügung hatte.
Sie werden in einer Datenbank auf unseren Computern zusammengefasst, etwaige Störstrahlung eliminiert und durch verschiedene Suchalgorithmen auf vielversprechende Signale untersucht.
Ja. Ohne (aus verständlichen Gründen) zu sehr ins Detail zu gehen, haben wir Mechanismen die das verhindern sollen.
Siehe vorhergehende Frage. Nebenbei bemerkt - wenn es einen "Hit" gibt, werden wir das entsprechende Datensegment einer ausführlichen Untersuchung unterziehen.
Das ist möglich. Bis zu einem gewissen Punkt können wir das Problem umgehen, indem wir dieselben Daten an mehr als einen User senden. Darüber hinaus werden wir, sofern wir es uns leisten können, einen weiteren Datenrekorder in Arecibo plazieren und eine größere Frequenzbreite aufnehmen (unser derzeitiges System speichert lediglich 2,5 MHz aus der 100 MHz Bandbreite von SERENDIP).
Fragen zu SETI im Allgemeinen
Die Erde strahlt in den Weltraum eine Vielzahl von Radio- und Fernsehsignalen aus, die von nahegelegenen fortschrittlichen Zivilisationen empfangen werden könnten, aber es wäre für eine solche Zivilisation sehr schwierig, diese Signale zu entdecken, sofern sie nur über einen mit dem derzeit auf der Erde verfügbaren vergleichbaren Level an Technologie ausgestattet sein sollten (z.B. eine Teleskop vergleichbar mit dem in Arecibo und ein Projekt ähnlich SETI@home).
Früher TV-Shows wie I Love Lucy und Ed Sullivan verließen die Erde vor ungefähr 40 Jahren und haben also eine Strecke von 40 Lichtjahren hinter sich gelegt, erreichen im Augenblick einige tausend nahegelegene Sterne. Aber diese Signale sind relativ schwach und SETI@home wäre nicht in der Lage ein entsprechende Äquivalent an TV-Signalen zu orten, selbst wenn es von einem der nächstgelegenen Sterne ausgestrahlt werden würde.
Die stärksten Sendeeinrichtungen der Erde wären leichter aufzuspüren, wie zum Beispiel Militärradar oder einige Radioteleskope. Das Arecibo Teleskop sendet sehr starke Signale aus, wenn es als Radarsystem benutzt wird um Planeten, Asteroiden und die Ionosphäre zu studieren. Diese Radarsignale sind stark genug, um auch noch 10.000 Lichtjahre entfernt von Einrichtungen ähnlich SETI@home wahrgenommen zu werden, aber mit drei großen Einschränkungen:
a) Die Signale aus Arecibo nutzen eine sehr enge Bandbreite (werden nicht wie militärisches Radar und TV in viele Richtungen ausgestrahlt), so daß sie nur einen geringen Teil des Himmels gleichzeitig abdecken (um ein Millionstel des gesamten Himmels). Es ist unwahrscheinlich, daß sich eine andere Zivilisation exakt innerhalb dieses Bereichs befindet.
b) Die ältesten Signale aus Arecibo verließen die Erde vor 30 Jahren, haben also erst eine Strecke von 30 Lichtjahren zurückgelegt.
c) SETI@home untersucht nicht die komplette Bandbreite, welche die Arecibo Transmitter benutzen (obwohl unser älteres SERENDIP III Programm eines dieser Bänder untersuchte).